Samstag, Dezember 05, 2009


Mittwoch, Dezember 02, 2009

Aus relativ aktuellem Anlass
















Weh mir, wo nehm' ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.


Friedrich Hölderlin

Dienstag, Dezember 01, 2009

Vorsichtige Annäherung an Friedrich Hölderlin



Doch uns ist gegeben,
Auf keiner Stätte zu ruhn,
Es schwinden, es fallen
Die leidenden Menschen
Blindlings von einer
Stunde zur andern,
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse hinab.

Montag, November 30, 2009

Da geht immer noch mehr
Na, dann glaube ich euch doch mal, Jungs, und nehme euch als Botschafter des Tages. :D




Wer den Schatten nicht kennt, kann sich über die Sonne nicht freuen.
Henning Krautmacher

Samstag, November 28, 2009

Am Tag, als Robert Enke den Zug nahm



Als Toter haste deine Ruhe
Und dein Gleichgwicht.
Aber tot sein können wir ja noch ewig.
Die Frage ist: Wie lange lebe ich?


Soldat Schwejk mit Walter Plathe
video

Freitag, November 27, 2009


Der Wahnsinn naht und locket
Unwiderstehlich hin.
Der Puls des Lebens stocket,
Und stumpf ist jeder Sinn.

Novalis


Ich bin der König von Mallorca.
Ich bin der Prinz von Arenal.
Ich habe zwar einen in der Krone,
doch das ist mir scheißegal.
So scheißegal.

Jürgen Drews

Donnerstag, November 26, 2009


Verleugnung der Welt

Was frag ich nach der Welt! Sie wird in Flammen stehn:
Was acht ich reiche Pracht: der Tod reißt alles hin!
Was hilfft die Wissenschafft / der der mehr denn falsche Dunst:
Der Libe Zauberwerk ist tolle Phantasie:
Die Wollust ist fuerwahr nichts als ein schneller Traum;
Die Schoenheit ist wie Schnee’ / diß Leben ist der Tod.

Andreas Gryphius (1616 – 1664)
 

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