Donnerstag, Juni 18, 2009



Der Traum vom Fliegen

"... und wenn du es wieder mal müde bist,
wie eng und begrenzt dein Leben ist,
und die ganze Erde erscheint dir fast
umsponnen von einem grauen Netz,
in dem du dich hilflos verfangen hast,
ein Netz aus Gewohnheit, Gewalt und Gesetz,
ein Netz aus Grenzen von Staat zu Staat,
Grenzen aus Dummheit und Stacheldraht,
Grenzen des Geldes, begrenzte Zeit
und die Grenzen der eigenen Fähigkeit ...
... und wenn du dich wieder mal wund gestoßen
an den Gitterstäben, den kleinen und großen,
und du weißt genau: Du kommst nie mehr vom Flecke,
du bleibst gefangen im engen Raum,
dann hockst du dich nieder in deiner Ecke
und träumst den alten Traum:

Da breitest du weit deine Arme aus
und ein tiefer Atemzug!
Du schwingst dich empor über Straße und Haus
im traumhaftenVogelflug.
Du fliegst und du fliegst und du brauchst kein Ziel,
das Dasein selbst ist Glück!
Keine Grenze dort unten bekümmert dich viel,
und du möchtest nie zurück.

Es ist alles so einfach. Du wunderst dich kaum.
Und du weißt in dem Traum: Es ist kein Traum!

Und du fragst dich, warum man es je vergisst,
warum man nicht glaubt daran,
dass man immer so frei wie ein Vogel ist
und in Wahrheit fliegen kann."

Michael Ende

5 Kommentare:

Blumenmond hat gesagt…

Ey, das sieht nach einer wackeligen Angelegenheit aus.

libris hat gesagt…

Sach ma...phönix.... habt Ihr ein eigenes Flugzeug?

Phönix hat gesagt…

He, Ihr beiden seid ja schneller als die Antonow! Ich hab doch noch gar keinen Text dazu! :D

Ja, Anja, das war sehr wackelig und sehr laut.
Na, das wäre ein Ding, Libris. Ich habe nur einen Rundflug gemacht. Und ich wünsch Dir noch schöne 13 Minuten Restgeburtstag! :)

libris hat gesagt…

Tja wenn wir warten wollten, bis ein Text kommt, können wir lange warten :-)))))

Phönix hat gesagt…

Ich weiß gar nicht, was Du hast.
Da ist der Text doch schon! ;)

 

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